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Altersvorsorge: Riester-Boom trotz allgemeiner Skepsis

1,2 Mio. neue staatliche Vorsorgeverträge im vergangenen Jahr täuschen nicht darüber hinweg, dass 70 Prozent der Deutschen noch „ohne“ sind.

[14.02.2006] Die Riester-Rente findet immer mehr Anhänger: Im vergangenen Jahr wurden so viele staatlich geförderte Altersvorsorge-Verträge abgeschlossen wie nie zuvor. Trotzdem kann sich die große Mehrheit der Deutschen immer noch nicht mit dieser Form des Vorsorgesparens anfreunden. Das geht aus der jüngsten Untersuchung des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) hervor.

Geringverdiener bleiben ohne Vorsorge

Die Gründe für die Ablehnung sind sehr unterschiedlich: Während 30 Prozent glauben, es gäbe bessere Möglichkeiten, für die Altersvorsorge zu sparen und 38 Prozent, sie hätten bereits anderweitig ausreichend vorgesorgt, geben 26 Prozent an, für die Riester-Rente kein Geld übrig zu haben. So sind es laut der DIA-Studie vor allem Geringverdiener, die von der staatlich geförderten Vorsorge nichts wissen wollen, aber gerade aufgrund ihrer kleinen Renten später auf eine zusätzliche Absicherung im Alter angewiesen sein werden. 74 Prozent der Haushalte, die monatlich nicht über mehr als 1.500 Euro netto verfügen, besitzen weder einen Riester-Vertrag noch eine staatlich geförderte Betriebsrente.

Jüngere holen auf

Nach Altersgruppen aufgeschlüsselt bilden die 30 bis 40-Jährigen die Riester-Vorhut. Knapp jeder Dritte in dieser Altersgruppe hält mittlerweile einen staatlich geförderten Altersvorsorgevertrag. Auch die Jüngeren sorgen immer mehr privat vor. 22 Prozent der 18 bis 29-Jährigen haben laut DIA-Studie mittlerweile eine Riester-Rente abgeschlossen; das sind acht Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

Ein früher Einstieg lohnt übrigens: Wer mit 30 Jahren einsteigt und durchschnittlich 70 Euro im Monat anspart, kommt auf eine Jahreszusatzrente von 1.000 Euro. (cf, fry/Quelle: Die Welt, Berliner Zeitung)

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Deutsches Institut für Altersvorsorge
www.dia-vorsorge.de